Copyright: Heimatverein
Edelweiß e.V.
 

Wochenendausflug in die Karibik

Viele wird diese Überschrift verwirren, hat doch der Campingplatz Droschkau bei Altenbeuthen erst einmal nicht soviel mit der Karibik überein. Dennoch starteten am 29. Juni 30 Sundremdaer mit den Zelten im Gepäck Richtung Hohenwartestausee.
Da sich dieser Bericht etwas länger gestaltet, hier für alle Lesefaulen die Kurzfassung: hell- dunkel- hell- dunkel- Montag!

Nun aber zum Beginn: bei tropischen 33°C (also 5°C über der karibischen Durchschnittstemperatur) wurden nach der Ankunft zunächst die Lager aufgeschlagen, ehe es zur Abkühlung in den See ging. Auch dieser hatte eine durchaus angenehme Badetemperatur, allein für den Sandstrand war etwas Phantasie nötig.
Am Abend gab es zur Stärkung dann eine orginal Thüringer Bratwurst (gut- die wird man in der Karibik sicherlich nicht finden) und dann aber wieder stilecht Rum mit Cola. Auch ein echtes Strandfeuer erhellte den Abendhimmel.

Erste Nachteile des Ausfluges nach Klein-Karibbean zeigten sich am frühen Morgen (genaugenommen um 7.56 Uhr) als tropische Temperaturen ein Weiterschlafen in den Zelten unmöglich machten. Doch nachdem man sich erstmal aus den Schlafsäcken gequält hatte und die Sonne einem ins Gesicht strahlte, zögerten die meisten nicht lange und drehten eine kleine Erfrischungsrunde im Staussee. Frisch gestärkt ging es nach dem reichhaltigen Frühstück mit dem knallgelben Gummiboot, Luftmatratzen oder dem Kanu weiter zur Entdeckung unserer Lagune und fremder Inseln.

Dabei entdeckte das Piratenboot ungeahnte Schätze (12 Kästen Bier) am Nordufer im Wasser treibend. Doch obwohl sie sich leise und unauffällig (naja- so unauffällig wie es zu neunt auf einem knallgelben Schlauchboot eben geht) näherten, wurden sie von den Eingeborenen entdeckt und mit dem Korkenzieher drohend davon gejagt! Auch ein weiter vorne treibendes Stückgut wurde mit den Schreien „Das ist mein Abendessen!“ erfolgreich beschützt. So geschwächt kehrten die Piraten zum Lager zurück und wurden hinterrücks von den eigenen Mannen überfallen und gekentert. So manch einer konnte sich nur gerade so ans Land retten.

Nach einer kleinen Stärkung waren die Energiereserven jedoch wieder aufgefüllt und weiter gings zur Strandbar. Zwar gab es weder Strand noch Bar, doch wären die Sundremmschen nicht die Sundremmschen, wenn sie dem nicht Abhilfe schaffen würden. So kam mit Campingstühlen in brusthohem Wasser und einer Flasche Bier richtiges Urlaubsfeeling auf.

Nach dem wunderschön sonnigen Tag versprach es ein schöner Abend zu werden, als man sich wieder gemütlich um das Lagerfeuer sammelte. Doch der Schrei „Wer wirft denn hier mit Eiswürfeln?“ kündigte ein Unwetter an. Bis zu kirschgroße Eiswürfel prasselten daraufhin auf den Pavillon, die Zelte und Autos. Nun hieß es erst einmal abwarten und zu schützen, was zu schützen war. Nach kurzer Zeit waren jedoch der Hagelschauer und der darauf folgende Prasselregen vorbei und abziehende skurrile Wolkenformationen versprachen eine ruhige Nacht. Diese begann mit heiteren Spielen und fröhlich(machenden) Getränken.

Es hätte alles gut werden können, wenn nicht vier Sundremdaer Frauen (die wir hier aufgrund von eventuellen Schadensersatzansprüchen nicht namentlich nennen wollen) begonnen hätten um das Feuer herum einen Hexentanz aufzuführen. Ihre Qualitäten überstiegen, wie wir bald erfahren sollten, dabei die eines indianischen Regenmachers um Welten. Erste Warnungen kamen von einem Terroristen, ähm… Touristen, der sich am Wasser die Beine vertrat und dabei den zunehmenden Wind spürte. Doch trotz schneller Reaktionen der Sundremdaer war das Unglück nicht mehr aufzuhalten.

Plötzliche extrem starke Windböen wehten alles was nicht angebunden war oder ein entprechendes Eigengewicht hatte (keine Angst, alle Anwesenden fallen darunter) sofort davon und verfing sich dann im Pavillon. Es mag ein Bild für die Götter gewesen sein, wie 30 Sundremdaer an einem 4 mal 10 Meter großem Pavillon hingen (teils ohne Bodenkontakt) und um ihr Eigentum kämpften. Doch dank dieses eisernen Zusammenhaltes schafften sie es nach einer gefühlten Ewigkeit die Plane abzunehmen und so dem Wind die Angriffsfläche zu nehmen.

Doch damit war noch nicht genug: da fast alle helfenden Hände am Pavillon gebraucht wurden, konnte so manches Zelt nicht gerettet werden. Einige lagen nur vom Wind platt gedrückt, andere waren komplett verschwunden (man fand sie später samt Inhalt unter einem Wohnwagen wieder). Heiß wurde die Situation im wahrsten Sinne des Wortes auch, da der Wind sich ebenso in dem Feuerkorb verfing und sich ein wahrer Funkenregen über die Zelte ergoss. So mancher Zeltinhalt konnte nur durch das beherzte Eingreifen der Sundremdaer gerettet werden, die Zelte waren jedoch meist mit großen Brandlöchern verloren.

Nach einer Stunde voller Action standen die Sundremdaer dann vor den Resultaten des Tropischen Sturms: fast alle Zelte zerstört oder angebrannt, viele Sachen die vom Wind davon getragen worden waren und ein Pavillon ohne Dach (glücklicherweise jedoch fast unversehrt). Trotz dieser Bilanz gilt es zu sagen, dass niemand ernsthaft körperlich zu Schaden gekommen ist, was bei weitem das Wichtigste ist.

Einige Sundremdaer beschlossen daraufhin sich auf den Nachhauseweg zu machen, die anderen harrten an Ort und Stelle aus um eine ungemütliche Nacht im Auto zu verbringen. Man ließ sich jedoch die Laune nicht ganz verderben und hat noch in der Nacht wieder auf die Gesundheit aller angestoßen. Man munkelt es hätte noch so manch lustige Begebenheit in den Autos gegeben, aber wir halten uns da an: was in den Autos passierte, bleibt in den Autos

Am nächsten Morgen (viele waren schon vor um 6 Uhr wach) hieß es dann erst einmal suchen, sammeln und sortieren. Die meisten Sachen fanden sich verstreut auf dem Campingplatz wieder (vielen Dank an die Leute, die das Kanu einfingen!), anderes blieb jedoch verschollen. Deshalb hier der Aufruf an die Angler an der Droschkau nach einer weißen Tischplatten Ausschau zu halten! Gegen 8 Uhr kehrten auch die Heimgekehrten zurück und brachten ein kleines Frühstück und Kaffee mit. Der wurde nach dieser Nacht mehr als gebraucht.

Als dann alle Sachen gepackt waren (hier nochmals ein Danke an den Wind- so schnell hatten wir noch nie gepackt!), ging es wieder Richtung Heimat. Vorher wurde noch beschlossen, den für Sonntagfrüh geplanten Brunch mit Rührei, Schinken und Sektfrühstück einfach nach Sundremda ins Vereinshaus zu verlegen. Ja- Sundremda wäre nicht Sundremda wenn wir uns durch so etwas die Laune vermiesen lassen würden!
Zum Schluss sei noch gesagt, dass es ein sehr schönes Wochenende war, dass durch den Sturm ein etwas schnelleres Ende bekommen hat als geplant. Aber auch in der Karibik ist man vor so einem Sturm nicht sicher. Da zum Glück aber niemanden ernsthaft etwas zugestoßen ist, zeigte es mal wieder, dass wir uns alle aufeinander verlassen können!

Hier dazu von der
OTZ!

Fotos in der Galerie!

News:

Fotos:
Fasching (direktlink)

neuer Ansprechpartner Vermietung Vereinshaus:
Josefine Seydel
036744/139891 oder
0162/6812829

Frauentags-veranstaltung (Film „Die Herbstzeitlosen“)
11.03.2018
16:30 Uhr

Dorfputz
24.03.2018
09:00 Uhr

Jahreshaupt-versammlung Feuerwehrverein
24.03.2018
19:30 Uhr

Osterbasteln
25.03.2018
14:00 Uhr
 
Heute waren schon 154 Besucher hier!